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Serientäter begeht 14 Einbrüche in nur 5 Tagen

Serientäter begeht 14 Einbrüche in nur 5 Tagen
14. Juli 2016 Martin Scherrer

Paradebeispiel eines „reisenden Einbrechers“ aus Osteuropa: Ion-Valentin B. soll 14 Brüche in Hamburg, 20 in Berlin und weitere in Monaco und der Schweiz begangen haben. Jetzt griff die Polizei zu.

Der Hamburger Polizei ist ein internationaler Serieneinbrecher ins Netz gegangen. Allein in Hamburg soll der 24-jährige Rumäne in nur fünf Tagen mindestens 14 Einbrüche begangen haben. Und das ist nur die Spitze des Eisberges: Der Mann kann durchaus als Top-Einbrecher beschrieben werden, dem nicht nur eine weitere Einbruchsserie mit 20 Taten in Berlin zugeschrieben wird, sondern der bereits in Monaco, in Österreich und in der Schweiz sein Unwesen getrieben hat.

Mehr als 80 Taten soll er dort begangen haben. In mehreren Ländern liegen bereits nationale Haftbefehle gegen ihn vor. Mittlerweile sitzt er in einer Zelle im Untersuchungshaftgefängnis am Holstenglacis und wartet auf seinen Prozess.

Laut „Bild“-Zeitung war es eine 63 Jahre alte Heilpraktikerin, die Ion-Valentin B. auf ihrer Schlafzimmerterrasse an der Elbchaussee entdeckte und die Polizei alarmierte. Gegen 1 Uhr am frühen Dienstagmorgen hatte die Frau knarrende Geräusche gehört und sah den Mann an einem der Fenster. Sechs Streifenwagen-Besatzungen rasten nach ihrem Notruf zu dem Haus und entdeckten den Einbrecher in einem Gebüsch, in dem sich dieser versteckt hatte. Er hatte Schmuck, Bargeld und einen Laptop bei sich – die Beute aus vorherigen Einbrüchen.

Der Rumäne ist ein sogenannter „reisender Einbrecher“

Ein Spürhund kontte dann den Weg des Mannes von einem der Einbruchstatorte zu dem Gebüsch-Versteck nachverfolgen und brachte so den Beweis, dass der 24-Jährige wirklich der gesuchte Einbrecher war. Nach seiner Festnahme stellten die Ermittler der auf die Bekämpfung von Einbrüchen spezialisierten „Soko Castle“ dann erst fest, welch dicker Fisch ihnen ins Netz gegangen war. Möglicherweise hat der Rumäne in Hamburg sogar noch weitaus mehr Einbrüche verübt. Der 24-Jährige ist ein sogenannter „reisender Einbrecher“. Diesen Tätern auf die Schliche zu kommen, ist überaus schwer.

Erst Ende Mai hatte die Polizei einen 26-Jährigen Einbrecher festgenommen, der für mindestens 200 Einbrüche verantwortlich sein soll. Es war der bislang wohl grösste Fang des Landeskriminalamtes. Der Mann war vor einem Lokal an der Reeperbahn gefasst worden. Seine DNA war von den Ermittlern der „Soko Castle“ an 65 Einbruchstatorten entdeckt worden, und auch er soll bereits im benachbarten Ausland, in diesem Fall in Österreich, Einbrüche begangen haben. In Hamburg hatte er es vor allem auf den Nordosten abgesehen, soll aber auch in Schnelsen und Eidelstedt eingebrochen haben. Sein Vorgehen war immer das gleiche: Mit einem Fensterbohrer bohrte er ein Loch durch den Fensterrahmen und öffnete dann den Fenstergriff.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Einbrüche in Hamburg um 20,2 Prozent auf nunmehr 9006 Fälle gestiegen. In 3751 Fällen blieb es allerdings beim Versuch. Die Täter brachen den Einbruch ab, weil sie gestört wurden oder weil sie die Tür oder das Fenster nicht überwinden konnten.

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