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Schweizer Tüftler patentieren Schutz gegen Fensterbohr-Einbrecher

Schweizer Tüftler patentieren Schutz gegen Fensterbohr-Einbrecher
18. Juli 2016 Martin Scherrer

Schlecht gesicherte Fenster und Terrassentüren gelten weiterhin als Einstiegspforte für Einbrecher. Aber selbst wer moderne, mit Pilzkopfbeschlägen ausgestattete Fenster hat, war zuletzt vor sogenannten Fensterbohrern nicht sicher.

Mit einem handelsüblichen Akku- oder Handbohrschrauber durchbohrten diese einfach den zumeist aus Kunststoff gebauten Fensterrahmen unterhalb des Griffes, um danach mit einem festen Draht den Griff nach oben zu drehen. Binnen weniger Sekunden steht das Fenster offen, ohne dass am Rahmen gehebelt wurde. Selbst Fenster höchster Widerstandsklassen waren davor bislang nicht gefeit. Da die Zahl der Wohnungseinbrüche auch in Deutschland steigend ist, entwickelte das Schweizer Start-Up-Unternehmen Scherrer System GmbH den sogenannten Bohrblocker: Der Blocker ist eine widerstandsfähige Metallplatte, die sich auch vom Verbraucher in wenigen Minuten an Fenstern nachrüsten lässt und die kri- tischen Stellen für Bohr-Einbrecher abdeckt. Die Platte besteht aus Manganstahl, wie es auch für den Tresorbau, Gefängnisgitter oder schusssichere Panzerungen verwendet wird. Verschiedene Farben und Formen werden an- geboten, die Montage soll rund drei Minuten je Fenster betragen.

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