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Mehr als 100 Einbrüche in der Region: Polizei schnappt berüchtigten Fensterbohrer

Mehr als 100 Einbrüche in der Region: Polizei schnappt berüchtigten Fensterbohrer
6. April 2017 Martin Scherrer

Er vesetzte die Menschen nachts in Angst und Schrecken. Über 100 Mal hat ein 51-Jähriger aus dem Kreis Konstanz in der Region als Einbrecher zugeschlagen. Jetzt hat die Polizei den mutmaßlichen Fensterbohrer im Schwarzwald festgenommen.

Konstanz – Er verbreitete Angst und Schrecken quer durch die Region zwischen Schwarzwald und Bodensee. Jetzt schnappte die Falle zu, die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest, der als Fensterbohrer berüchtigt war. In Hausach im Schwarzwald (Landkreis Offenburg) schnappte die Falle nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Konstanz zu. In der Nacht zum Dienstag nahm ein mobiles Einsatzkommando einen 51-Jährigen fest, ohne dass er Widerstand leistete, wie es im Polizeibericht heißt. Die Festnahme war kein Zufall. Dem Zugriff vorausgegangen waren unter anderem verdeckte Ermittlungen der Polizei, die die Fahnder an den Tatort führten. Dem Täter waren die Beamten im vergangenen Monat auf die Schliche gekommen. Nach mehreren Einbrüchen in Schiltach sowie aufgrund eigener Ermittlungen lagen wichtige Erkenntnisse vor, die zu dem Beschuldigten führen sollten.

Der Fensterbohrer hatte seit September vergangenen Jahres vor allem in den Landkreisen Konstanz, Rottweil und Offenburg sein Unwesen getrieben. Das Vorgehen sei immer gleich gewesen. Der Einbrecher setzte bei vermeintlich sicheren Fenstern und Balkontüren an. Dort ging er mit einem Bohrer zu Werke, drehte den Fenstergriff mit einem Stab auf und war nahezu lautlos binnen weniger Sekunden in Haus und Wohnung. Pikant für die Bewohner war, dass er sich nachts Zutritt verschaffte, wenn alles schlief. In zwei Fällen in Zell am Hammersbach (Landkreis Offenburg) sowie in Gengenbach wurden die Bewohner aber aufgeschreckt und standen dem Eindringling gegenüber.

Diebesgut im Wert von mehr als 175.000 Euro
Auf das Konto des Fensterbohrers gehen laut Polizei mehr als 100 Einbrüche, bei denen der Beschuldigte aus einer Gemeinde im Kreis Konstanz Diebesgut im Wert von mehr als 175.000 Euro mitgenommen haben soll. Bevorzugt durchsuchte er die Wohnungen nach Bargeld und Mobiltelefonen sowie Schmuck und Uhren.
Sein Handwerk übte der Tatverdächtige laut Polizei seit einem Jahrzehnt aus. So war er früher schon in der Schweiz und in Österreich aktiv, bis er dort geschnappt wurde. Für seine Taten musste er bereits mehrere Haftstrafen absitzen, danach wandte er sich Objekten in Südbaden zu. Das Amtsgericht Rottweil erließ inzwischen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Wegen Mittäterschaft stehen außerdem eine 36-jährige Frau sowie ein 48-Jähriger aus dem Landkreis Rottweil unter Verdacht. Sie sollen dem 51-Jährigen Fahrdienste geleistet und ihn beim Ausfindigmachen der Tatobjekte unterstützt haben.

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